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3. Februar 2016

Allerwinzigstkleiner Buchhaul

Gestern habe ich ein wenig in der Studia im Geiwi-Turm (Uni Innsbruck) gestöbert und habe dieses kleine visuelle Wörterbuch gefunden.


Da ich vorhabe, bald mit dem Türkisch-Lernen anzufangen, habe ich es natürlich gleich mitgenommen. Es ist ein Bild-Wörterbuch, das Vokabeln aus verschiedenen Bereichen enthält (z.B. Nahrungsmittel, Berufe, Einrichtungsgegenstände, Bekleidung...). So ein Bildwörterbuch ist nicht nur unterwegs hilfreich, sondern auch beim Lernen. Denn man kann damit Vokabeln auf mehreren Ebenen lernen. Da stehen ja nicht nur das Wort in türkischer und deutscher Sprache drin, sondern man hat auch ein Bild dazu. Und somit kann man das Wort gleich im Kopf mit der graphischen Entsprechung verbinden. Mir hilft es beim Lernen oft, wenn ich mir etwas zum Thema vorstellen kann. Und das geht beim Lernen von Sprachen richtig gut. Diese visuellen Wörterbücher gibt es von coventgarden noch für viele andere Sprachen. Und zwar nicht nur für die gängigen wie Englisch, Französisch oder Spanisch, sondern auch für Arabisch, Hindi, Kroatisch oder auch Ungarisch.

Ich hoffe, dass es mir beim Lernen helfen wird. Benutzt ihr noch gedruckte Wörterbücher um Sprachen zu lernen oder greift ihr auf Onlineversionen zurück? Schreibt es mir doch in die Kommentare!

18. September 2015

Vom Müssen zum Wollen

Wer sich schon als Schüler mit Fremdsprachen schwer getan hat, hat oft als Erwachsener auch keine Freude mehr daran. Das Sprechen einer Fremdsprache wird als notwendiges Übel angesehen. Man braucht sie ja nur für berufliche Zwecke oder im Urlaub. Doch was viele nicht wissen: Ist der Zwang erst einmal weg, macht es viel mehr Spaß.

Bis ins junge Erwachsenenalter hinein war ich eine wandelnde Sprachkatastrophe. Als Kind hatte ich kaum nennenswerten Englisch-Unterricht. Denn ich wurde kurz nach der Wende eingeschult und es mangelte auf dem Land an geeigneten Lehrern. Als Teenie hatte ich natürlich andere Probleme und als ich ins Berufsleben eintrat, brauchte ich mein Englisch gar nicht mehr. Auf Reisen kam ich auch immer ganz gut durch ohne zu reden. Wie naiv und faul ich doch war...

Irgendwann kam allerdings die Zeit, in der ich meine mangelnden Englisch-Kenntnisse bereute. Die Globalisierung schritt voran und ich blieb hinten. Mit 25 ging ich dann wieder zur Schule: auf ein Abendgymnasium. Anfangs machte ich mich ganz gut, Latein und Englisch machten mir Spaß. Mit der Zeit schlich sich allerdings wieder der alte Unmut ein. Lehrpläne mussten erfüllt werden, manche Lehrer waren Sprachvermittlungskatastrophen und der Mut schwand in Gegenwart all der jungen Leute, die einfach viel besser waren. Aber dann habe ich mir gedacht: "Was solls? Kann ja nur besser werden. Kümmere dich doch nicht um andere. Du kannst dafür andere Sachen besser." Und mit der Zeit wurde es besser. Viel besser sogar.

Als ich mit der Uni anfing, begann ich mich dann auch stärker für Fremdsprachen zu interessieren. Klar, so als angehende Germanistin. Da will man schon wissen, wie andere Sprachen funktionieren. Also belegte ich als Wahlfach einen Koreanisch-Kurs und dann sogar noch einen für Fortgeschrittene. Die Professorin war eine Perle. Sie war die Geduld in Person. Man durfte jede dumme Frage stellen, alles wurde bei Bedarf wieder und wieder erklärt. Konnte man irgendetwas nicht, bekam man Hilfe statt Vorwürfe. So hatte ich mir immer den perfekten Sprachunterricht vorgestellt. Bekommen habe ich ihn aber erst im Alter von 30 Jahren, nachdem ich schon 14 Schuljahre hinter mir hatte.

Heute lerne ich gerne Fremdsprachen. Aber in meiner Geschwindigkeit und nur für mich. Ich lerne etwas über fremde Kulturen, meine Muttersprache und auch etwas über mich selbst. Bringt man Interesse mit, macht lernen Spaß. Ich bin immer noch keine Leuchte was Fremdsprachen angeht. Aber ich hab Freude daran. Und seien wir mal ehrlich: Wer schafft es denn, eine Fremdsprache wie ein Muttersprachler zu beherrschen? Und wer glaubt denen, die behaupten, fünf Sprachen fließend zu sprechen? 

14. September 2015

Welche Fremdsprache soll ich lernen?

Ungarisch Bretonisch Spanisch Yoruba Japanisch 
Arabisch Polnisch Koreanisch Irisch 
Italienisch Latein Swahili Chinesisch Finnisch Türkisch 
Englisch Thailändisch Russisch

Viele entscheiden sich im Laufe ihres Lebens weitere Fremdsprachen zu lernen. Durch den Besuch der Pflichtschule ist man schon als Jugendlicher mit Englisch, Latein, Französisch oder Italienisch in Berührung gekommen. Doch will man eine Sprache ganz neu lernen, soll/kann/darf/muss man sich natürlich zuallererst für eine entscheiden. Im folgenden möchte ich euch gern ein paar Tipps für eure Auswahl geben.

Leider kann man nicht jede der etwa 6000 Sprachen dieser Welt lernen. Viele Sprachen werden nur von sehr wenigen Sprechern gesprochen und es ist sehr schwierig mit diesen Menschen Kontakt aufzunehmen. Dennoch würde ich sagen, dass das Angebot an möglichen Sprachen für jeden groß genug ist.

1. Das Feld abstecken
Wichtig ist das Interesse. Man sollte sich fragen, für welche Sprachen oder Kulturen man sich interessiert.

2. Information, Information, Information
Hat man sich für eine oder mehrere Sprachen entschieden, wäre es klug, vorab ein paar Dinge abzuklären.
  • Warum möchte ich die Sprache lernen? Nur für mich selbst oder möchte ich mich problemlos mit Muttersprachlern unterhalten können?
  • Werden in meiner Nähe Kurse angeboten?
  • Gibt es gute Sprachkurse in Form von Büchern? 
  • Habe ich in meinem Umfeld Menschen, die diese Sprache sprechen?
  • Habe ich genug freie Zeit zum Lernen?

3. Sich mit anderen austauschen
Hat man sich nun für eine Sprache entschieden, kann man sich ja mal im Freundes- und Bekanntenkreis umhören, ob jemand schon Erfahrungen mit dieser Sprache gesammelt hat. Hier hat man die Chance, wichtige Informationen zu erhalten, die man von Muttersprachlern nicht bekommt. Beispielsweise wie schnell man die Sprache lernen kann, ob man einen Kurs braucht oder ob man es auch im Selbststudium schaffen kann. Solche Dinge können Muttersprachler weniger gut einschätzen. Mit ihnen kann man sich eher dann unterhalten, wenn man die Sprache schon ein wenig sprechen kann (natürlich in der Sprache, die man lernt).

!!!Warnung: Leute, die keine Ahnung haben!!!

Gibt man vor Freunden oder Bekannten preis, dass man vorhat, eine neue Sprache zu lernen, kommen dann oft solche oder ähnliche Kommentare:

"Das wirst du gleich wieder verlernen!"

"Wozu willst du denn XXX lernen? Ist doch Zeitverschwendung!"

"Wenn man die Sprache nicht jeden Tag braucht, ist es sinnlos."

"Die Sprache wird dir im Beruf gar nix bringen."


Auf solche unqualifizierten Aussagen sollte man nicht zu viel geben. Die können im Normalfall nur eines: jemanden demotivieren. Denn, was soll man schon wissen, wenn man die Sprache selbst nicht lernt und auch nicht vom Fach (z.B. Sprachwissenschaftler, Lehrer) ist? In diesen Fällen rate ich noch einmal in sich zu gehen und sich folgende Fragen zu stellen: Bin ich wirklich an der Sprache interessiert? Hab ich genug Zeit dafür? Stehen mir die geeigneten Mittel zum Lernen zur Verfügung? Kann man alle drei Fragen eindeutig mit Ja beantworten, dann ist das alles, was man wissen muss.

Das war es erst mal wieder von mir. Wer Fragen, Beschwerden oder sonstige Kommentare loswerden möchte ist herzlich dazu eingeladen.